Dabei versteht man unter Digital Natives (gemäss Marc Prensky) - Eingeborene der Informationsgesellschaft. Es ist die Generation, welche von klein auf mit den neuen Technologien des digitalen Zeitalters aufgewachsen ist. Computerspiele, E-Mails, Internet, Handys udn Instant Messaging sind integrale Bestandteile ihres Lebens, sie wurden schon früh damit sozialisiert. Diese allgegenwärte Ausstattung und die massive Interaktion damit führt zu einem anderen Denken, anderen Denkmustern und zu einem fundamentalen Unterschied, Informationen zu verarbeiten. Grundlage ist, dass unterschiedliche Erfahrungen zu unterschiedlichen Hirnstrukturen führen. Sie sind gwohnt, Informationen sehr schnell zu empfangen, sie lieben es parallel in Multitasking zu arbeiten. Sie lieben den Direktzugriff auf Informationen (im Gegensatz zum seriellen), ziehen die Grafik dem Text vor und funktionieren am besten, wenn sie vernetzt sind. Sie gedeihen bei sofortiger und häufiger Belohnung. (Wikipedia)
Nach Moshe Rappoport von IBM Research zeichnet sich die junge Generation auch durch Risikobereitschaft und schnelles Handeln aus, analog zu Computerspielen, wo man mit Risikoverhalten schnell zum Ziel komme beziehungsweise nach einem Game over einfach neu beginne. Galt man früher als gescheitert, wenn eine Geschäftsidee nach zwei Jahren nicht mehr funktioniere, so gehe es heute heute stärker darum, Ideen auszuprobieren, umzusetzen und gegebenenfalls wieder zu verwerfen. Auch spiele die Akzeptanz für neue Technologien für die Einführung in Unternehmen eine wichtige Rolle und deshalb werde es beim Eintreten der Digital Natives in die Führungsebenen zu einem radikalen Umdenken in Unternehmungsführung kommen. (Wikipedia)
Als Lehrer interessiert mich natürlich diese neue Sichtweise. Maura Graglia arbeitet als Mentalcoach im Sport und hat mir vor einer Woche das Stichwort "Prof. Dr. Spitzer; Hirnforscher" gegeben. Ich bin nicht zu faul gewesen und habe mir 3 Bücher bestellt. Als ich Martin Hoffmann mit dem Namen "Prof. Spitzer" konfrontierte, hat er abgewunken und auf seine unseriöse Arbeitsweise hingewiesen. Ich möchte mir selber ein Urteil bilden und werde mich melden, wenn ich diese drei Bücher
Lernen und Gehirn - Der Weg zu einer neuen Pädagogik von Gerhard Roth
Lernen: Gehirnforschung und die Schule des Lebens von Manfred Spitzer,
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Warum Lernen Spass macht - Hirnforschung und Schule von Manfred Spitzer
gelesen habe.
Was versteht man unter Digital Immigrants?
Digital Immigrants sind mit den Techniken der neuen Medien nicht von klein auf vertraut, sie adaptieren ihre Umwelt, um damit zu arbeiten. Als Kennzeichen bringt Prensky folgende Beispiele:
Sie drucken eher eine E-Mail aus oder lassen sie sich von der Sekretärin ausdrucken. Sie bringen eher Leute physisch ins Büro, um ihnen eine Webseite zu zeigen, als dass sie nur die URL versenden. Um einen Text zu überarbeiten, drucken sie ihn vorher aus. Sie können sich nicht vorstellen, dass man, während man Musik hört oder Fernsehen schaut, lernen kann, weil sie es selbst nicht können, da sie es in ihren Jugendjahren nicht gemacht haben. Primär sind mit der Gruppe der Geburtenjahrgänge vor 1970 gemeint. (Wikipedia)
Sie drucken eher eine E-Mail aus oder lassen sie sich von der Sekretärin ausdrucken. Sie bringen eher Leute physisch ins Büro, um ihnen eine Webseite zu zeigen, als dass sie nur die URL versenden. Um einen Text zu überarbeiten, drucken sie ihn vorher aus. Sie können sich nicht vorstellen, dass man, während man Musik hört oder Fernsehen schaut, lernen kann, weil sie es selbst nicht können, da sie es in ihren Jugendjahren nicht gemacht haben. Primär sind mit der Gruppe der Geburtenjahrgänge vor 1970 gemeint. (Wikipedia)
Die Schule muss sich diesen Veränderungen stellen. Dies wird hoffentlich Schritt für Schritt passieren.
Einige wichtige Bermerkung für die Schule:
Urheberrechte werden oft von den Digital Natives zu wenig wahrgenommen. Deshalb ist es Aufgabe der Schule, im Umgang mit Neuen Medien immer wieder darauf hinzuweisen. Besondere Vorsicht ist bei Veröffentlichungen im Internet geboten.
Die riesige Datenflut im Internet lässt sich nur durch gutes Filtern in vernünftige Quantitäten managen. Die sinnvoll, logische Reduktion von Datenmengen ist also eine weitere wichtige Kompetenz, die von der Schule vermittelt werden muss.
Beim Surfen im Internet hinterlässt man gewollt oder ungewollt Spuren. Diese Spuren können manchmal sehr gefährlich sein. Persönliche Daten sollten nur in der Minimalvariante dem Internet anvertraut werden. Sind sie einmal veröffentlicht, können sie praktisch nicht mehr zurückgezogen werden.
Urheberrechte werden oft von den Digital Natives zu wenig wahrgenommen. Deshalb ist es Aufgabe der Schule, im Umgang mit Neuen Medien immer wieder darauf hinzuweisen. Besondere Vorsicht ist bei Veröffentlichungen im Internet geboten.
Die riesige Datenflut im Internet lässt sich nur durch gutes Filtern in vernünftige Quantitäten managen. Die sinnvoll, logische Reduktion von Datenmengen ist also eine weitere wichtige Kompetenz, die von der Schule vermittelt werden muss.
Beim Surfen im Internet hinterlässt man gewollt oder ungewollt Spuren. Diese Spuren können manchmal sehr gefährlich sein. Persönliche Daten sollten nur in der Minimalvariante dem Internet anvertraut werden. Sind sie einmal veröffentlicht, können sie praktisch nicht mehr zurückgezogen werden.


Es hat mich vor allem auch beeindruckt, dass die Lernmethoden und das Lernvorgehen der digital natives wirklich anders sein kann, als das der digital immigrants. Das hat in der Zukunft sicher einen grossen Einfluss auch auf die Schulentwicklung und darf nicht unterschätzt werden.
AntwortenLöschenIch bin mir nicht sicher, ob alle Lehrpersonen sich dieser Veränderungen bewusst sind und ob sie bereit sind, darauf in angemessener Form zu reagieren und auch ihre Lehr- und Lernformen den neuen Gegebenheiten anzupassen.
Gruss Marcel