Montag, 12. April 2010

Modul 6: Pädagogischer Support: Workshops


Interactive classroom - R. Kugler
Die Interactiven Whiteboards sind im Kommen. So lautet das Credo von R. Kugler.
Seine drei Thesen sind:



  1. Interaktive Whiteboards werden in naher Zukunft zu einem Schulzimmer-Standard werden und die schwarzen Kreidewandtafeln im Klassenzimmer zunehmend verdrängen!

  2. Interaktive Whiteboards erleichtern den Lehrpersonen einen zeitgemässen medienunterstützten Unterricht!
  3. Lehrmittelverlage, welche ihre digitalen Materialien mit Mehrwert - u.a. auch für interaktive Whiteboards - aufbereiten, haben einen klaren Wettbewerbsvorteil

Betrachten wir die Anschaffungskosten, so sieht die Zukunft total digital aus. Meistens müssen wir jedoch eine Mischrechnung machen. Und wer wirft schon freiwillig seine gute alte Wandtafel aus der "Schulstube". Ich werde mich im nächsten Jahr um eine gute Mischrechnung bemühen. Tablet Monitor oder Visualizer oder vielleicht sogar ein interaktives Whiteboard.


Bildung kommt von Bildschirm und nicht von Buch. Sonst würde es ja Buchung heissen!

Solche Äusserungen sind zwar amüsant. Aber das lineare, konsequent logische Lernen darf nicht überall dem hüpfenden Oberflächendenken weichen. Das Buch wird neben dem iPhone und dem hüpfenden Whiteboard immer noch seine Berechtigung haben. Der Computer und seine Kollegen sind nicht Mittelpunkt, sonder Mittel um die Sache auf den Punkt zu bringen. Oder auch kompliziert ausgedrückt:
Die diaktische Qualität oder Wertigkeit eines Mediums lässt sich nicht an den Merkmalen des Mediums selbst feststellen, sondern nur in dem kommunikativen Zusammenhang, in dem das Medium grbraucht wird!

ICT-Lehrmittel - Guido Knaus

Im Worhkshop ICT-Lehrmittel musste ich wieder einmal erfahren, dass für die Oberstufe wesentlich weniger Literatur auf dem Markt ist als für die Primarschule. Unser Oberstufenzentrum ist ein ECDL-Testcenter. Für ECDL verwenden wir die Unterlagen von Herdt sowie Online-Kurse von Bit-Media. Für immersives Lernen möchte ich noch die Lehrmittel Inform@ für die Oberstufe und den Medienkompass, ebenfalls für die Oberstufe, anschaffen.

Lehreroffice für Administratoren - Marco Lengg

Lehreroffice ist das Verwaltungstool für die Lehrperson. Wir verwenden an unserer Schule das Easy-Programm, also die Datenbanklösung. Wir sind vor ca. 2 Jahren auf das Datenbanktool umgestiegen. Anfangs war Lehreroffice Easy noch ziemlich spartanisch eingerichtet. Mit dem neusten Update Ende März 2010, hat es praktisch wieder die Flexibilität der alten lokalen Installation erreicht. Im Einzugsgebiet unserer beiden Oberstufenzentren sind so vom Kindergarten bis Ende Volksschule alle Schülerinnen und Schüler einmal erfasst und können nur noch migriert werden. Die Verwaltungsarbeit und Datensicherheit erfolgt in Zusammenarbeit unseres Schulsekretariats und der Zentralen Informatikstelle.
Da ich die Datenbank nicht selber installiert habe, war es für mich interessant zu sehen, wie einfach die Sache eigentlich gehandhabt werden kann.
Leider können wir nicht mehr über VPN auf die Zentrale Lehrerofficedatenbank zugreifen. Deshalb werde ich mit unserer Zentralen Informatikstelle abklären, ob das Modul Datenaustausch eine Variante für den Datentransfer Schule - Zuhause sein könnte. Weiter werde ich abklären, ob wir mit statischen oder dynamischen Niveau-Arbeitsgruppen, Wahlfach-Arbeitsgruppen arbeiten.
Die grosse Flexebilität und auch die Praxisnähe des Lehreroffice-Teams darf hier sicher auch erwähnt werden. Ich habe noch selten eine "Entwicklergruppe" kennengelernt, die sich so aktiv für die Bedürfnisse ihrer Kunden einsetzt.

Google for Educators - Frank Weber

Google entwickelt sich zunehmend zum Mittelpunkt des Internet ist schon lange mehr als eine Suchmaschine. Google stellt uns Online-Programme zur Verfügung mit denen wir Texte und Tabellen , Websites, Blogs und 3D-Modelle kreieren können.

































  • Für die Schule besonders wertvoll finde ich die Möglichkeit eine "Eigene Suchmaschine" zu erstellen und somit Inhalte einzugrenzen. Wie bewerkstellige ich das.
    Ich suche
    http://google.com/coop/cse/ , dann drücke ich den "Create Custom Search Engine" - Knopf, nehme Einstellungen vor, teste es und baue das Suchfeld in die eigene Website ein.
  • Das Tool Google-Text&Tabellen bietet die Möglichkeit , dass mehrere Schülerinnen und Schüler gleichzeitig an einem Word-, Excel- oder Powerpointdokument arbeiten können.
  • Google-Earth wird bereits heute erfolgreich im RZ-Unterricht integriert.
  • Google-Blogs in der Schule: Dieses Tool ist vorallem für Schülerinnen und Schüler geeignet. Mit diesem Tool können sie Inhalte im Internet veröffentlichen, Feedback bekommen, Klassentagebücher führen. Für Lehrer bietet es die Möglichkeit, Unterlagen, Materialien und Anweisungen zu publizieren, mit Eltern zusammenzuarbeiten, die eigene Arbeit zu reflektieren und sich zu vernetzen.
  • Google-Webalbum mit Picasa. Mit diesem Tool lässt sich mit einfachen Mitteln ein tolles Webalbum erstellen.
  • Google for Educators: Diese Seite hat speziell für Lehrende Informationen zusammengestellt und bietet Tipps für den Einsatz von Google-Diensten im Unterricht

Achtung!!! Spion!!!

Bei Surfen im Netz hinterlassen wir Spuren. Google lebt von diesen Spuren und macht damit ein Geschäft. Doch die Entwicklung wird uns immer mehr von unseren noch versteckten LANs hervorlocken in die Weite-Gooogle-Welt, wo ein Computer mit Internetanschluss genügt, kein schuleigener Server mehr nötig ist, es keine Installations- und Wartungsarbeiten mehr braucht.

Ist das der Spion, den wir lieben.

Screencasts - Frank Weber

Ein Screencast ist ein digitaler Film, der die Abläufe bei der Verwendung von Software am Computer-Bildschirm wiedergibt und gegebenfalls beschreibt. Häufig werden die Abläufe von Audio-Kommentaren begleitet.
Klassische Anwendungsfälle für Screencasts sind:


  • die Bedienung einer Software lhren
  • Installationsvorgänge dokumentieren
  • Dokumentation von Bugs
  • Vorstellung von Neuheiten (Marketing)
  • as standalone tutorials, software demos, or orientation
  • Rapid eLearning Content => Vertonte Präsentation
  • Testen von Websites oder Software
Kommerzielle, professionelle Tools für Screencasts sind:

  • Captivate von Adobe (ca. 700.- bis 800.- Fr.)
  • Camtasia Studio von Techsmith (ca. 400.- Fr.)
  • TurboDemo von Balesio
  • ScreenFlow von Telestream
Gratis Tools

  • Wink (Linux und Windows; Freeware)
    Jing (Win+Mac - Basisversion gratis, Proversion kostet)
  • Screenjelly (Webbasiert, automatisierte Publikation über Twitter)
  • Screenr (Webbasiert, ebenfalls Publikation über Twitter)
Ich selber habe eine kleine Übung mit Jiing zusammengestellt.

Lego Mindstorms NXT - Bea Straub

Ich arbeite schon länger mit Lego Mindstorms, jedoch noch mit dem Vorgänger Modell von NXT, nämlich dem RCX. Lego bietet dem Schüler ein ideales Feld, kreativ und auch logisch konsequent zu arbeiten. Labview ist die eigentlich Grundsprache der Programmierung der Kontrolleinheiten. Dieses "Objektorientierte Programmieren" lässt sich bis zur technischen Fachhochschule weiterentwickeln. Ist also sehr offen und entwicklungsfähig. Ich arbeite jeweils in der 3. Sek im MNU mit Lego Mindstorms. Zuerst können die Schüler (2 Schüler pro Lego-Einheit und Notebook) selbständig einen Einführungskurs absolvieren. Anschliessend erarbeiten wir jeweils ein gemeinsames Projekt. Mein letztes MNU-Projekt war folgendermassen organisiert. Eine Gruppe hat einen Bagger gebaut, der den Lastwagen einer zweiten Gruppe mit Pet-Kügelchen beladen konnte. Der Lastwagen der 2. Gruppen musste einer schwarzen Spur nachfahren können. Eine dritte Gruppe hat einen Bahnübergang gebastelt mit der Auflage: Wenn der Lastwagen kommt, muss das Blinklicht angehen, die Barriere muss runter, nach 2 Minuten wieder rauf, das Blinklicht muss abstellen und der Lastwagen weiterfahren. Die Gruppe 2 musste den Lastwagen so programmieren, dass nach dem Bahnübergang der Lastwagen an einem Abladeplatz anhielt, die Petkügelchen kippen konnte und dann wieder Richtung Bahnübergang zurückfuhr. Eine vierte Gruppe musste den "E-Mail-Verkehr" zwischen Lastwagen - Bahnübergang regeln und die einzelnen Programme miteinander verknüpfen. Die Schüler waren immer wieder erstaunt, wie einzelne kleine Details (z.B. Veränderter Lichteinfall für die Lichtsensoren) für Fehlfunktionen nach sich ziehen konnten.
Ich möchte in den nächsten Jahren unsere RCX -Einheiten mit NXT-Einheiten erweitern. RCX und NXT können ohne Probleme miteinander arbeiten. NXT bietet natürlich von viel flexiblere Projektmöglichkeiten als RCX. Ich freue mich bereits darauf.

Virtuelle Welten - Hanspeter Füllemann
Aktuell ist dieses Thema erst auf Hochschulstufe. Auf der Sek 1 und der Primarschule ist dies eigentlich noch kein Thema.
Virtuelle Welten werden uns in Zukunft vermehrt begegnen . So z.B. "Google-Streetview". oder Google-Earth in verschiedenen Schichten.

http://www.asssociationofvirtualworlds.com/ bietet eine riesigen Katalog von Spielen an.
In diesen Virtuellen Welten hat der Spieler einen Stellvertreter, einen "Avatar". So kann man in "The Movies" Filmstudios aufbauen und Beziehungen pflegen. Club Pinguin ist eine Virtuelle Welte, in der für die Anmeldung ein Elternmail erforderlich ist. Der Avatar ist hier ein Pinguin. In diesen Virtuelle Welten können mit eingebauten Kameras anscheinend auch Filme gedreht oder Musik-Clips erzeugt werden. Heutzutage werden solche Virtuellen Darstellungen auch im Verkauf etc. eingesetzt. So kann an einem Legostand über eine Kamera eine Schachtel mit Inhalt über einen Code erkannt werden, und als Demonstration wird dann z.B. der Bagger in einem Monitor zusammengebaut. Mit dem iPhone GPS kann man sich über ein WIKI zusätzliche Infos zu einzelnen Häusern der Strassen holen. Küchenbauer nutzen schon lange 3D auf dem PC und lassen den Kunden durch die zukünftige Küche schreiten.
Was müssen virtuelle Welten können, um attraktiv zu sein.
Zielgruppe muss definiert sein
Betriebssystem
Browser Client
Grafik 2D/3D
Kosten pro Monat
Weitere Kosten
User online
Ziel des Spiels
Avatar editierbar
Kommunikationsmöglichkeit (Text/Voice/..)
Freundeslisten
Gruppenfunktionen
Perspektive
Landbesitz
Objekte erstellen
....
Solche Voraussetzungen erfüllen z.B.

  • World of Warcraft ist ein Massen-Mehrspieler-Online-Rollenspiel, das Spieler gleichzeitig zusammen über das Internet spielen. Das Spiel gehört mit mehr als einer Milliarde Dollar Umsatz jährlich zu einem der lukrativsten Unterhaltungsmedien. Wie bei manchen MMORPGs üblich, muss für World of Warcraft ein monatliches Entgelt entrichtet werden.
  • Second Life wurde ab 1999 von Linden Lab in San Francisco entwickelt. Das erklärte Ziel von Linden Lab ist es, eine Welt wie das "Metaversum" zu schaffen, das in dem roman Snow Crash beschrieben wird: eine vom Benutzer bestimmte Parallelwelt von allgemeinem Nutzen, in der Menschen interagieren, spielen, Handel betreiben und anderweitig kommunizieren können. Die Second-Life-"Welt" existiert in einer grossen Serverfarm, die von Linden Lab betrieben und allgemein als Grid (Gitter) bezeichnet wird. Die Welt wird von der Client-Software als kontinuierliche 3D-Animation dargestellt, die ein Raumgefühl verleiht und in die zusätzliche Audio- und Videostreams eingebunden werden können. Die Client-Software stellt ihren Nutzern, die als Bewohner bezeichnet werden, Werkzeuge zur Verfügung, um ihren Avatar zu gestalten, Objekte zu erschaffen, durch die Second-Life-Welt zu navigieren, die Welt durch eine erweiterte Kamerasteuerung in komfortabler Weise zu betrachten und mit anderen zu kommunizieren. Die Navigation wird durch eine interne Suchmaschine und die Möglichkeit erleichtert, Landmarken zu setzen, über die man sich durch die Welt teleportieren kann.

Virtuelle Welten können verführen und süchtig machen. Dies ist eines der Hauptbedenken, die in der nachfolgenden Diskussion aufkamen. Leute flüchten aus der realen Welt in eine fiktive und verlieren den Bezug zur realen Welt. Reale Konflikte können dann eben die Folge sein.

Podcasting - Hanspeter Füllemann
Podcasting bezeichnet das Produzieren und Anbieten von abonnierbaren Mediendateien (Audio oder Video) über das Internet. Das Kofferwort setzt sich aus den beiden englischen Wörtern iPod und Broadcasting zusammen. Ein einzelner Podcast (deutsch: Hörstück, genauer Hördatei oder Bewegtbilddatei) ist somit eine Serie von Medienbeiträgen (Episoden), die über einen Feed (meisens RSS) automatisch bezogen werden können.
Man Podcast als Radiosendungen auffassen, die sich unabhängig von Sendezeiten konsumieren lassen.

Podcast-Portale sind zum Beispiel "WDR", "BBC", "SFPodcasts", "podster.de", "podcast.de"
Um selber Podcasts zusammenstellen zu können. bracht man auf Windows minimum den Movie Maker um aufgenommenesFilmmaterial zu schneiden und Audacity um die Vertonung durchzuführen.
Mit "Creative Commons" oder "flickr.com" kann die ganze Geschichte des Urheberrechts mit den Schülern aufgegleist werden.
Eine kurze Übersicht, wie Podcasts mit der kostenlosen Software "Loudblog" publiziert werden können, findet sich bei http://www.schulpodcasting.info/.
Zusätzlich werden eine Anleitung angeboten. Loudblog wird auf einem Webserver installiert und stellt Kategorien und RSS-Feeds zur Verfügung.

Lernapéro
An dieser Stelle möchte ich meinen Kollegen für ihre Präsentation und ihren Mehraufwand herzlich danken.
Thomas Dörig hat einen Einblick in TopTeach gegeben. Ich kenne dieses Lernprogramm vorallem vom Lernareal und habe es sehr schätzen gelernt.
Adrian Riss, der Cyber-OL-Läufer, hat mich eigentlich sehr mit seinem Thema Geocaching überrascht. Diese neue Form von Versteckenspiel kann anscheinend ganze Volksschichten bewegen. Leider birgt auch diese "Neue gäggige Form von Versteckenspielen" Gefahren für unsere Umwelt. So werden oft im Winter und Frühling im Wald unnötig Wildtiere gestört.

Balz Schegg hat uns seine "Glärnisch-Lernplattform" vorgestellt und Niklaus Wolgensinger hat uns das mir bestens bekannte ECDL vorgeführt.

Freitag, 9. April 2010

Modul 6: Einstieg Pädagogischer Support

Was verstehen wir eigentlich unter Pädagogischem Support.
Pädagogische Supporter sind für ihre Lehrerkolleginnen und Lehrerkollegen Expertinnen oder Experten für ICT - und Medienbildung. Sie helfen und beraten bei der Integration von ICT in den Unterrricht. Können aber auch in Form von Teamteaching, sofern der Stundenplant es zulässt, in den Unterricht einbezogen werden. Geben methodisch, didaktische aber pädagogische Hilfestellungen bezüglich ICT im normalen Unterricht als auch inProjekten.. Sie können die Schulleitung bei der längerfristigen Entwicklungsplanung aus dem Fachgebiet ICT beraten und in Planungsarbeiten unterstützen.
Grundlagen für die seine Arbeit finder der Pädagogische Supporter in katonalen Vorlagen sowie schulinternen Konzepten (Leitbildern etc.) Vom Kanton werden entsprechende Plattformen (Educanet2, ...) sowie andere Hilfsmittel zur Verfügung gestellt.

Grundlagen:
  • Kantonale Weisungen
  • Lehrplan, Kompetenzraster
  • Lektionentafel
  • Lehrmittel
  • Infrastruktur
  • Schulinterne Konzepte und Vereinbarungen
  • Hilfsmittel, Plattformen
  • Weiterbildungen (LWB)
Wir wir bereits in einem vorausgehenden Modul festgestellt haben, wird der pädagogische Support bei fehlendem oder nicht gelebtem Konzept (Leitbild etc. ) oft vernachlässigt. Die im nachfolgenden Bild aufgeführten Problemfelder sprechen ganz klar für eine fehlende Organisation. Transparenz und Verantwortungsbewusstsein können erst bei überzeugenden Zielsetzungen und vernünftigen Planungen mit realistischen Zielsetzungen durch die verschiedenen Stufen der Schule (Schulrat, Schulleitung, Lehrerschaft, Schüler) hervorgerufen werden.






















Diese Problemfelder gilt es anzugehen . Gemeinsam muss ein Konzept erarbeitet werden, das alle integriert und die ICT als entsprechend wichtiges Werkzeug in Projekte integriert.






















Handlungsfelder
In unserer Gruppenarbeit war uns wichtig, dass der Auftrag des pädagogischen Supports institutionalisiert wird. Abgeleitet von z.B. einem Leitbild werden Projekte entwickelt, in die die ICT integriert ist. Die Beratung und Betreuung seitens der ICT ist jetzt Aufgabe des pädagogischen Supports. Für die Gestaltung der Projekte bezüglich ICT ist weiters wichtig zu wissen, welche Kompetenzen bezüglich ICT vorhanden sind oder ob externe Hilfe angefordert werden muss. Ein weitere wichtiger Punkt scheint uns das Wissenmanagement. Wo finden wir Unterlagen und Hilfestellungen für die Projekte. Oftmals dient uns dabei der Medienserver. Auf dem Medienserver haben wir eine digitalisierte Videothek, eine Tauschbörse für die verschiedenen Fachbereiche. Unterrichtsunterlagen und Ideen liegen hier digitalisiert zur freien Verwendung für de Lehrkörper. Bei uns werden diese Unterlagen des Medienservers jetzt sukzessiv auf die gemeinsame schulinterne Plattform, unser Intranet, abgelegt. Hier findet der Lehrer neben dem Teamkalender, der Raumreservierung auch Unterlagen für seinen Unterricht. Dabei dürfen natürlich pfannenfertige Projekte zum Fachbereich ICT nicht fehlen.
























Eine professionellere Version als unsere Gruppenarbeit hat hier Jürg Fraefel von der PHZ zusammengestellt.



















Pädaggogische ICT-Beratung konkret -
Patrick Kolb im Talk mit Martin Hofmann

Patrick Kolb, ein Ortsbürger der Gemeinde Oberriet, stellt sich den Fragen von Martin Hofmann.
Cham liegt am Zugersee und führt an der Primarschule und Oberstufe insgesamt 15 Klassen. Für die Informatik sind 240 Stellenprozent gesprochen. Leider war die genaue Anzahl Workstations nicht bekannt, so dass genauere Rückschlüsse auf unsere Verhältnisse nicht gezogen werden können.
Die ICT teilt sich auf in die Sparten Technik, Kommunikation und Pädagogischer Support. Der Pädagogische Support hat also hier einen ausgesprochen hohen Stellenwert. Im Kanton habe man nämlich schnell mal festgestellt, dass PC's in den Schulhäusern stehen, aber eben nicht gebraucht werden. So wurde dem Pädagogischen Support besondere Achtung geschenkt.
In seiner täglichen Arbeit bedeutet Pädagogischer Support:
  • Fachberatung (Weiterbildung) inklusive, wenn überhaupt möglich und gefordert, "Teamteaching"
  • Sprechstunden, persönliche Beratung
  • Workshops SCHILF
  • Projektbegleitung
  • Wissensmanagement (Unterlagen für ICT, für spezielle Anwendungen etc.)
  • Planung (Zeitfenster für Entwicklung)
Die Gesamtleitung für ICT-Projekte liegt schlussendlich in der Hand der Schulleitung oder Rektors.
Der Informatikunterricht erfolgt als Anwendung im normalen Unterricht. Ausserdem werden Projekte lanciert, in denen in sinnvoller Anwendung ICT-Mittel integriert sind.
Was mich aufhorchen liess, war der Einbezug der Hauswartung in den 1st Level Support.
Die Unterlagen von Patrick Kolb geben Einblick in eine wirklich gut entwickelte, fortschrittliche ICT-Strutkur, die an den Schulen in Cham gepflegt werden. Ich hoffe, dass der Pädagogische Support auch bald einmal bei uns kantonal mehr unterstützt wird.

Coaching und Beratung - Byland, Paulsen
Beraten ist ein kommunikativer Akt. In Wikipedia wird Beratung folgendermassen definiert.
Der Begriff Beratung bezeichnet umgangssprachlich ein strukturiertes Gespräch oder eine korrespondierende Kommunikationsform (Brief, E-Mail o. ä.) oder auch eine praktische Anleitung, die zum Ziel hat, eine Aufgabe oder ein Problem zu lösen oder sich der Lösung zu nähern.
Was versteht Wikipedia unter Coaching
Coaching ist die lösungs- und zielorientierte Begleitung von Menschen, vorwiegend im beruflichen Umfeld, zur Förderung der Selbstreflexion sowie der selbstgesteuerten Verbesserung der Wahrnehmung, des Erlebens und des Verhaltens. Der Coach begleitet den Klienten bei der Realisierung eines Anliegens oder der Lösung eines Problems. Ziel des Coachings im beruflichen Kontext ist vor allem die Verbesserung der Lern- und Leistungsfähgikeit unter Berücksichtigung der Ressourcen des Klienten.
Wie wird die Beratung förderlich?
Haltung / Kompetenzen des Beraters:
Der Berater muss offen, interessiert, einfühlsam wahrgenommen werden. Er muss zuhören können. Seine fachliche Kompetenz muss wahrgenommen werden. Der Klient muss sich akzeptiert fühlen.
Reaktion der Ratsuchenden:
Sie müssen das Gefühl haben, Ernst genommen zu werden. Sie sollten sich selber sein können. Es darf kein Manipulationsgefühl aufkommen.
Kooperationsbeziehung:
Aktiv zuhören, Vertauen, Innere Bereitschaft das Problem anzugehen, Klarheit schaffen, Rückfragen, Privatsphäre wahrend
Beratungsprozess:
Klärung der Situation (Problem, Zeitdruck, Beteiligte Personen , etc.)
Ziel definieren
Fragestellung definieren, gegenseitige Erwartungen und Vorstellungen
Innere Prozesse anregen
Strukturieren ordnen
Neue Gesichtspunkte erarbeiten
Aus verchiedenen Perspektiven betrachten
Ressorucen nutzen, bestärken
Wahrnehmung vopn Fortschritten, Weiterkommen
Praxisbezogen sein.
Am Schluss muss das Gefühl vorhanden sein:
Es hat etwas gebracht.
In den weiteren Unterlagen, es geht so weiter wie oben, kann man vorallem einen Punkt hervorstreichen.
Der Berater muss zuhören können. Der Beratende muss das Gefühl haben, akzeptiert zu sein. Der Berater muss also empathisch sein und dieses Gefühl vermitteln können. Der Berater darf auf keinen Fall Rollen spielen, sondern er muss "echt" sein.
Wir haben als Übung Beratungssituationen auseinandergenommen. Dabei war für mich stets wichtig, die eigene Position im Beziehungsgeflecht zu ermitteln, das Gegenüber ernst zu nehmen und wenn nötig, ihn an eine weitere, die richtige,Person zu vermitteln.



































































































































Donnerstag, 8. April 2010

Modul 6 - Digital Natives

Martin Hoffmann teilt die Nutzer "Neuer Medien" in die zwei Klassen Digital Natives und Digital Immigrants ein.
Dabei versteht man unter Digital Natives (gemäss Marc Prensky) - Eingeborene der Informationsgesellschaft. Es ist die Generation, welche von klein auf mit den neuen Technologien des digitalen Zeitalters aufgewachsen ist. Computerspiele, E-Mails, Internet, Handys udn Instant Messaging sind integrale Bestandteile ihres Lebens, sie wurden schon früh damit sozialisiert. Diese allgegenwärte Ausstattung und die massive Interaktion damit führt zu einem anderen Denken, anderen Denkmustern und zu einem fundamentalen Unterschied, Informationen zu verarbeiten. Grundlage ist, dass unterschiedliche Erfahrungen zu unterschiedlichen Hirnstrukturen führen. Sie sind gwohnt, Informationen sehr schnell zu empfangen, sie lieben es parallel in Multitasking zu arbeiten. Sie lieben den Direktzugriff auf Informationen (im Gegensatz zum seriellen), ziehen die Grafik dem Text vor und funktionieren am besten, wenn sie vernetzt sind. Sie gedeihen bei sofortiger und häufiger Belohnung. (Wikipedia)


Nach Moshe Rappoport von IBM Research zeichnet sich die junge Generation auch durch Risikobereitschaft und schnelles Handeln aus, analog zu Computerspielen, wo man mit Risikoverhalten schnell zum Ziel komme beziehungsweise nach einem Game over einfach neu beginne. Galt man früher als gescheitert, wenn eine Geschäftsidee nach zwei Jahren nicht mehr funktioniere, so gehe es heute heute stärker darum, Ideen auszuprobieren, umzusetzen und gegebenenfalls wieder zu verwerfen. Auch spiele die Akzeptanz für neue Technologien für die Einführung in Unternehmen eine wichtige Rolle und deshalb werde es beim Eintreten der Digital Natives in die Führungsebenen zu einem radikalen Umdenken in Unternehmungsführung kommen. (Wikipedia)

Als Lehrer interessiert mich natürlich diese neue Sichtweise. Maura Graglia arbeitet als Mentalcoach im Sport und hat mir vor einer Woche das Stichwort "Prof. Dr. Spitzer; Hirnforscher" gegeben. Ich bin nicht zu faul gewesen und habe mir 3 Bücher bestellt. Als ich Martin Hoffmann mit dem Namen "Prof. Spitzer" konfrontierte, hat er abgewunken und auf seine unseriöse Arbeitsweise hingewiesen. Ich möchte mir selber ein Urteil bilden und werde mich melden, wenn ich diese drei Bücher

Lernen und Gehirn - Der Weg zu einer neuen Pädagogik von Gerhard Roth
Lernen: Gehirnforschung und die Schule des Lebens von Manfred Spitzer,
Warum Lernen Spass macht - Hirnforschung und Schule von Manfred Spitzer
gelesen habe.

Was versteht man unter Digital Immigrants?
Digital Immigrants sind mit den Techniken der neuen Medien nicht von klein auf vertraut, sie adaptieren ihre Umwelt, um damit zu arbeiten. Als Kennzeichen bringt Prensky folgende Beispiele:
Sie drucken eher eine E-Mail aus oder lassen sie sich von der Sekretärin ausdrucken. Sie bringen eher Leute physisch ins Büro, um ihnen eine Webseite zu zeigen, als dass sie nur die URL versenden. Um einen Text zu überarbeiten, drucken sie ihn vorher aus. Sie können sich nicht vorstellen, dass man, während man Musik hört oder Fernsehen schaut, lernen kann, weil sie es selbst nicht können, da sie es in ihren Jugendjahren nicht gemacht haben. Primär sind mit der Gruppe der Geburtenjahrgänge vor 1970 gemeint. (Wikipedia)

















Die Schule muss sich diesen Veränderungen stellen. Dies wird hoffentlich Schritt für Schritt passieren.
Einige wichtige Bermerkung für die Schule:
Urheberrechte werden oft von den Digital Natives zu wenig wahrgenommen. Deshalb ist es Aufgabe der Schule, im Umgang mit Neuen Medien immer wieder darauf hinzuweisen. Besondere Vorsicht ist bei Veröffentlichungen im Internet geboten.
Die riesige Datenflut im Internet lässt sich nur durch gutes Filtern in vernünftige Quantitäten managen. Die sinnvoll, logische Reduktion von Datenmengen ist also eine weitere wichtige Kompetenz, die von der Schule vermittelt werden muss.
Beim Surfen im Internet hinterlässt man gewollt oder ungewollt Spuren. Diese Spuren können manchmal sehr gefährlich sein. Persönliche Daten sollten nur in der Minimalvariante dem Internet anvertraut werden. Sind sie einmal veröffentlicht, können sie praktisch nicht mehr zurückgezogen werden.