Generell zählt man in der Schule mehr Benutzer pro Arbeitsgerät. Ausserdem ist die Vielfalt der Programme in Schulen höher als in der Industrie. Rückstellungen sind nicht möglich. Dies erfordert deshalb eine optimale Planung.
Planungshilfe Systembaukasten
Als Planungshilfe verwenden wir an unserer Schule den sogenannten "Systembaukasten".
Der Systembaukasten beinhaltet die in der Beschaffung von Informatikmitteln verbindlichen Vorgaben für die Produktekategorien
- Hardward
- Client-Software
- Server-Software
- Netzwerkkomponenten
Aufgrund von Kostenüberlegungen und Reduktion von Komplexität in der Bewirtschaftung werden im Systembaukasten Standardprodukte für die einzusetzenden Informatikmittel definiert. Dadurch lässt sich eine teilweise Bindung an Lieferanten nicht verhindern. Der Systembaukasten wird jährlich überarbeitet.
Die Produkte in den einzelnen Produktekategorien sind auf Grund ihrer technologischen Aktualität klassiert in:
- Klassierung V: Vergangene Komponenten / Produkte, die für bestehende Umgebungen jedoch weiterhin verbindlich sind.
- Klassierung A: Aktuelle Komponenten, die für alle laufenden Beschaffungen verbindlich sind. Werden ähnliche oder gleichwertige Produkte als verbindlich erklärt, stehen diese alternativ zur Auswahl.
- Klassierzung Z: Zukünftige Komponenten, deren Planung und Beurteilung durch die Informatik noch im Gange ist.
Beispiel:
Soweit als möglich wird dadurch eine Standardisierung der Hardware, Software und der Betriebssysteme angestrebt. Dies erleichtert den Support enorm. Da wir an unserer Schule grundsätzlich nicht auf Dienstleistungen von Aussen angewiesen sind, erleichtert dies vorallem auch die Ausschreibung . Man muss bei einer öffentlichen Ausschreibung nicht auf einen Supporter Rücksicht nehmen und kann sich so gezielt auf die politisch vertretbar billigste Variante konzentrieren.
Für "IT-Beschaffung und Unterhalt" führen wir ein Pflichtenheft. Grundsätzlich findet die Budgetierung in der Informatikkommission statt. Die Ausschreibung erfolgt dann über die Zentrale Informatikstelle.
Diskussionsrunde:
Informatikzimmer ja/nein
Server ja/nein
Wireless ja/nein
Microsoft / Open Office
Es wurde angeregt diskutiert. Pro und contra boten sich Parole. Das Fazit für mich:
Es ist ein Unterschied, ob ich an der Oberstufe oder der Primarschule unterrichte. Wir befinden uns auf dem Weg ins Netz. Der Webaccess wird immer wichtiger und der lokale Server wird an Bedeutung verlieren. Wireless ist eine wichtige Komponente. Sie wird aber das LAN wegen seiner Geschwindigkeit nicht so schnell verdrängen. Die Furcht vor Strahlung des häuslichen Wireless ist nicht mehr so präsent wie auch schon. Durch den von der Industrie gegebenen Standard Microsoft hat es Open Office, trotz seiner Vorzüge, schwer. Unser OZ ist ein ECDL-Testcenter. Microsoft ist so tief in der Wirtschaft verankert, dass praktisch nur ECDL-Tests mit Microsoft-Office-Programmen absolviert werden.
Beschaffung von Microsoft Lizenzen
Wir lösen jährlich den "SchoolAgreement Standard Vertrag" mit Microsoft für 107.- Fr.. Dabei ist bei den Lehrkräften der "Home Use" integriert. Ob wir auf das Angebot Live@Edu eingehen werden, ist noch offen.
Softwareverteilung:
Die Aktualisierung der Software auf unseren Clients wird durch den WDS-Server gewährleistet. Der Windows Deployment Server stellt eine Komplettlösung zum Upload von Musterimages auf den Server sowie zum Verteilen von XP und Vista Images auf Workstations dar. Im Unterschied zum Server 2003 Windows Deployment Server enthält der Windows Deployment Dienst des Servers 2008 die Funktion des Multicastings. Damit können bei gleichbleibender Netzwerklast Hunderte von Workstations gleichzeitig deployed werden.
Windows Deployment Server erfordert
· Active Directory
· DHCP Server
· DNS Server
· NTFS Partition
Es läuft bei uns vorzüglich. Wenn Neuimplementierungen vorgesehen sind, gehe ich als Informatikverantwortlicher am Morgen ein bisschen früher zur Schule und starte die Schülerpc's, damit die Schüler dann auch ohne Wartezeit mit den PC's arbeiten können.
Benutzerverwaltung:
Grundsätzlich führen wir keine anonymen Konten. Dies bedeutet, dass jeder Schüler seinen persönlichen Account besitzt. Bei der Erstellung der Accounts arbeiten wir mit der Software "Netadmin 2007". Mit diesem Tool können die Konten von unseren ca. 250 Schülern in kurzer Zeit erstellt werden. Dies ist für uns eine riesige Arbeitserleichterung. Einzelne Mutationen im laufenden Jahr bearbeite ich direkt im Acitve Directory.