Freitag, 9. April 2010

Modul 6: Einstieg Pädagogischer Support

Was verstehen wir eigentlich unter Pädagogischem Support.
Pädagogische Supporter sind für ihre Lehrerkolleginnen und Lehrerkollegen Expertinnen oder Experten für ICT - und Medienbildung. Sie helfen und beraten bei der Integration von ICT in den Unterrricht. Können aber auch in Form von Teamteaching, sofern der Stundenplant es zulässt, in den Unterricht einbezogen werden. Geben methodisch, didaktische aber pädagogische Hilfestellungen bezüglich ICT im normalen Unterricht als auch inProjekten.. Sie können die Schulleitung bei der längerfristigen Entwicklungsplanung aus dem Fachgebiet ICT beraten und in Planungsarbeiten unterstützen.
Grundlagen für die seine Arbeit finder der Pädagogische Supporter in katonalen Vorlagen sowie schulinternen Konzepten (Leitbildern etc.) Vom Kanton werden entsprechende Plattformen (Educanet2, ...) sowie andere Hilfsmittel zur Verfügung gestellt.

Grundlagen:
  • Kantonale Weisungen
  • Lehrplan, Kompetenzraster
  • Lektionentafel
  • Lehrmittel
  • Infrastruktur
  • Schulinterne Konzepte und Vereinbarungen
  • Hilfsmittel, Plattformen
  • Weiterbildungen (LWB)
Wir wir bereits in einem vorausgehenden Modul festgestellt haben, wird der pädagogische Support bei fehlendem oder nicht gelebtem Konzept (Leitbild etc. ) oft vernachlässigt. Die im nachfolgenden Bild aufgeführten Problemfelder sprechen ganz klar für eine fehlende Organisation. Transparenz und Verantwortungsbewusstsein können erst bei überzeugenden Zielsetzungen und vernünftigen Planungen mit realistischen Zielsetzungen durch die verschiedenen Stufen der Schule (Schulrat, Schulleitung, Lehrerschaft, Schüler) hervorgerufen werden.






















Diese Problemfelder gilt es anzugehen . Gemeinsam muss ein Konzept erarbeitet werden, das alle integriert und die ICT als entsprechend wichtiges Werkzeug in Projekte integriert.






















Handlungsfelder
In unserer Gruppenarbeit war uns wichtig, dass der Auftrag des pädagogischen Supports institutionalisiert wird. Abgeleitet von z.B. einem Leitbild werden Projekte entwickelt, in die die ICT integriert ist. Die Beratung und Betreuung seitens der ICT ist jetzt Aufgabe des pädagogischen Supports. Für die Gestaltung der Projekte bezüglich ICT ist weiters wichtig zu wissen, welche Kompetenzen bezüglich ICT vorhanden sind oder ob externe Hilfe angefordert werden muss. Ein weitere wichtiger Punkt scheint uns das Wissenmanagement. Wo finden wir Unterlagen und Hilfestellungen für die Projekte. Oftmals dient uns dabei der Medienserver. Auf dem Medienserver haben wir eine digitalisierte Videothek, eine Tauschbörse für die verschiedenen Fachbereiche. Unterrichtsunterlagen und Ideen liegen hier digitalisiert zur freien Verwendung für de Lehrkörper. Bei uns werden diese Unterlagen des Medienservers jetzt sukzessiv auf die gemeinsame schulinterne Plattform, unser Intranet, abgelegt. Hier findet der Lehrer neben dem Teamkalender, der Raumreservierung auch Unterlagen für seinen Unterricht. Dabei dürfen natürlich pfannenfertige Projekte zum Fachbereich ICT nicht fehlen.
























Eine professionellere Version als unsere Gruppenarbeit hat hier Jürg Fraefel von der PHZ zusammengestellt.



















Pädaggogische ICT-Beratung konkret -
Patrick Kolb im Talk mit Martin Hofmann

Patrick Kolb, ein Ortsbürger der Gemeinde Oberriet, stellt sich den Fragen von Martin Hofmann.
Cham liegt am Zugersee und führt an der Primarschule und Oberstufe insgesamt 15 Klassen. Für die Informatik sind 240 Stellenprozent gesprochen. Leider war die genaue Anzahl Workstations nicht bekannt, so dass genauere Rückschlüsse auf unsere Verhältnisse nicht gezogen werden können.
Die ICT teilt sich auf in die Sparten Technik, Kommunikation und Pädagogischer Support. Der Pädagogische Support hat also hier einen ausgesprochen hohen Stellenwert. Im Kanton habe man nämlich schnell mal festgestellt, dass PC's in den Schulhäusern stehen, aber eben nicht gebraucht werden. So wurde dem Pädagogischen Support besondere Achtung geschenkt.
In seiner täglichen Arbeit bedeutet Pädagogischer Support:
  • Fachberatung (Weiterbildung) inklusive, wenn überhaupt möglich und gefordert, "Teamteaching"
  • Sprechstunden, persönliche Beratung
  • Workshops SCHILF
  • Projektbegleitung
  • Wissensmanagement (Unterlagen für ICT, für spezielle Anwendungen etc.)
  • Planung (Zeitfenster für Entwicklung)
Die Gesamtleitung für ICT-Projekte liegt schlussendlich in der Hand der Schulleitung oder Rektors.
Der Informatikunterricht erfolgt als Anwendung im normalen Unterricht. Ausserdem werden Projekte lanciert, in denen in sinnvoller Anwendung ICT-Mittel integriert sind.
Was mich aufhorchen liess, war der Einbezug der Hauswartung in den 1st Level Support.
Die Unterlagen von Patrick Kolb geben Einblick in eine wirklich gut entwickelte, fortschrittliche ICT-Strutkur, die an den Schulen in Cham gepflegt werden. Ich hoffe, dass der Pädagogische Support auch bald einmal bei uns kantonal mehr unterstützt wird.

Coaching und Beratung - Byland, Paulsen
Beraten ist ein kommunikativer Akt. In Wikipedia wird Beratung folgendermassen definiert.
Der Begriff Beratung bezeichnet umgangssprachlich ein strukturiertes Gespräch oder eine korrespondierende Kommunikationsform (Brief, E-Mail o. ä.) oder auch eine praktische Anleitung, die zum Ziel hat, eine Aufgabe oder ein Problem zu lösen oder sich der Lösung zu nähern.
Was versteht Wikipedia unter Coaching
Coaching ist die lösungs- und zielorientierte Begleitung von Menschen, vorwiegend im beruflichen Umfeld, zur Förderung der Selbstreflexion sowie der selbstgesteuerten Verbesserung der Wahrnehmung, des Erlebens und des Verhaltens. Der Coach begleitet den Klienten bei der Realisierung eines Anliegens oder der Lösung eines Problems. Ziel des Coachings im beruflichen Kontext ist vor allem die Verbesserung der Lern- und Leistungsfähgikeit unter Berücksichtigung der Ressourcen des Klienten.
Wie wird die Beratung förderlich?
Haltung / Kompetenzen des Beraters:
Der Berater muss offen, interessiert, einfühlsam wahrgenommen werden. Er muss zuhören können. Seine fachliche Kompetenz muss wahrgenommen werden. Der Klient muss sich akzeptiert fühlen.
Reaktion der Ratsuchenden:
Sie müssen das Gefühl haben, Ernst genommen zu werden. Sie sollten sich selber sein können. Es darf kein Manipulationsgefühl aufkommen.
Kooperationsbeziehung:
Aktiv zuhören, Vertauen, Innere Bereitschaft das Problem anzugehen, Klarheit schaffen, Rückfragen, Privatsphäre wahrend
Beratungsprozess:
Klärung der Situation (Problem, Zeitdruck, Beteiligte Personen , etc.)
Ziel definieren
Fragestellung definieren, gegenseitige Erwartungen und Vorstellungen
Innere Prozesse anregen
Strukturieren ordnen
Neue Gesichtspunkte erarbeiten
Aus verchiedenen Perspektiven betrachten
Ressorucen nutzen, bestärken
Wahrnehmung vopn Fortschritten, Weiterkommen
Praxisbezogen sein.
Am Schluss muss das Gefühl vorhanden sein:
Es hat etwas gebracht.
In den weiteren Unterlagen, es geht so weiter wie oben, kann man vorallem einen Punkt hervorstreichen.
Der Berater muss zuhören können. Der Beratende muss das Gefühl haben, akzeptiert zu sein. Der Berater muss also empathisch sein und dieses Gefühl vermitteln können. Der Berater darf auf keinen Fall Rollen spielen, sondern er muss "echt" sein.
Wir haben als Übung Beratungssituationen auseinandergenommen. Dabei war für mich stets wichtig, die eigene Position im Beziehungsgeflecht zu ermitteln, das Gegenüber ernst zu nehmen und wenn nötig, ihn an eine weitere, die richtige,Person zu vermitteln.



































































































































1 Kommentar:

  1. Alle Konzeptarbeit und Institutionalisierung hin oder her: Ich glaube, der ganze pädagogische Support steht auf zwei wackeligen Säulen: Geld und Zeit. Es braucht klare kantonale Weisungen oder zumindest klare Empfehlungen zum pädagogischen Support. Doch diese sind leider noch nicht vorhanden. Deshalb muss auch jeder ICT-Verantwortliche den gleichen Kampf um Akzeptanz und Stellenwert des pädagogischen Supportes kämpfen. Das finde ich schwierig.
    Gruss Marcel

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